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Ikonografische Bezüge Die Räuber von Friedrich Schiller. Alles steht mit allem in Verbindung. Eines geht aus dem anderen hervor. Es muss Impulse geben, warum Rollen in Drehbüchern Interesse hervorrufen und angenommen werden. Wir ignorieren hier bewusst die Aussenzwänge. Ähnliche Rollen werden angeboten, wenn man einmal mit einem Genre erfolgreich war. Manche Schauspieler müssen über ihre Karriere hinweg immer und immer wieder dasselbe Thema variieren. Manche schaffen es irgendwie, ihr Angebot zu verbreitern. Wir meinen, dass in den frühen Theaterstücken, wohlgemerkt, Stücken, nicht nur den eigenen – oft noch kleinen – Rollen, Eindrücke gesammelt wurden, die nicht verblassten. Wir meinen, diese Eindrücke stellten hier in den nächsten zwanzig Jahren immer wieder ein Archiv von interessanten und interessierenden Themen zur Verfügung, die in ihrem Kern identisch sind, obwohl im Genre, Zeit und Bildmotiven u.U. völlig verändert. Themen, die später erneut Anregung waren, bestimmten Projekten das „ja“ zu geben. Ja, aber, hören wir, die Texte sind doch sicher längst vergessen. Wir haben den gegenteiligen Eindruck. Unser Eindruck ist, dass kein Text vergessen ist. HF sagte mehrmals bewundernd in Interviews: Schliemann hatte sechzigtausend Zeilen Homer im Kopf. HF hat u.E. sechzigtausend Zeilen Theater- und Filmtexte aus zwanzig Jahren im Kopf. Mehr noch. Was wir nicht erbringen können ist eine Beweisführung über die tatsächlichen Kausalitäten. Was wir erkennen, sehen, ist nur „the identic pattern“ (zit. n.: A Beautiful Mind) Notizen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Kurzinhalt von „Die Räuber“ auf X-libris-> 1. Karl beschließt (…), der Räuberhauptmann zu werden, für den er gehalten wird; wie ein zweiter Robin Hood tritt er mit seinen Leuten in den Wäldern als Rächer der Unterdrückten auf. 2. Karl Moors (der Protagonist) tragische Position verschärft sich, als er seinen Freund rettet und dafür eine Stadt in Brand setzt, so dass Unschuldige, auch Kinder und Greise, ums Leben kommen. 3. Die Installation der Ausgangssituation: Ein Vater, hier der Alte Graf Moor, zwei Söhne, einer der geliebte, hier Karl Moor, einer, hier Franz Moor, der Ungeliebte, der Intrigant , der aus Frustration zum Täter auch gegen den Vater wird. 4. Die Räuber: „Mittlerweile regiert dort [zu Hause] sein Bruder Franz; der Vater ist im Hungerturm“ Quelle: X-libris 5. Nur eine Winzigkeit: eine Anspielung bezüglich der Eigenschaften der Figur ist wahrscheinlich nicht gemeint. Spiegelberg. Spiegelberg ist in Die Räuber ein Mann, der seine geistige Originalität in den Dienst egoistischer Ziele stellt und deshalb skrupellos ist. Dennoch heißt in 6. Eine Gruppe von Menschen, nämlich „Die Räuber“ ist von der bestehenden Machtverteilung und der daraus resultierenden Ungerechtigkeit so sehr enttäuscht, dass die zu Gesetzesbrechern werden, sie werden „Guerillas“. „Sieben Jahre vor der Französischen Revolution brechen hier angestaute Wut, Hass und Rachegelüste gegen die Willkür und Ungerechtigkeit des absolutistischen Staates, ja gegen die ganze bestehende Welt aus. Enttäuscht von den Menschen, der Welt und Gott, wird Karl Moor zum Hauptmann einer Bande von Räubern und Mördern, um sein Leid an "diesem Jahrhundert" zu rächen. Er fordert Freiheit, muss freilich bald erkennen, dass grenzenlose Freiheit die verletzte göttliche Weltordnung nicht wiederherstellen kann.“ Karl Moor liefert sich schlussendlich der Polizei aus. Quelle x-libris s.a. Der Baader-Meinhof-Komplex. Die Situation ist hundertprozentig identisch. Die Mitglieder der Baader-Meinhof-Bande sind von Willkür und Ungerechtigkeit eines Staates enttäuscht, den sie hier nicht absolutistisch, sondern Polizeistaat nennen. Sie bilden eine Räuber- eine Guerilla-Bande. Schlussendlich gehen sie – im Polizeigewahrsam - unter. Die gerechte Weltordnung, Anti-Imperialismus, Einstellen von Kriegshandlungen in Vietnam und im Nahen Osten, konnten sie nicht erwirken. S.a. Polizeiruf 110 - Samstags, wenn Krieg ist. Auch hier begleiten wir das Schicksal einer Räuberbande, Skinheads in diesem Fall, die von den herrschenden Verhältnissen enttäuscht sind und mit Gewalt und Hass reagieren. Die Aussage Rache für Gerechtigkeit (z.B. Straight Shooter) wird: Gerechtigkeit, statt Rache (z.B. Hunt for Justice, D´Artagnan und die drei Musketiere). t.b.c. Text intellectual property of ignazwrobel |